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Vorspann
Die Lautenbacher Gemeinschaften haben sich im Jahr 2001 dieses Leitbild erarbeitet.
Dieser Text ist ein Zwischenergebnis eines fortwährenden Leitbildprozesses.

Sie unterstützen uns in dieser Arbeit, indem Sie Stellung beziehen und uns Ihre Gedanken zu dem Thema Leitbild mitteilen, als Brief oder per Email.

Sie können das Leitbild auch als Word-Dokument hier herunterladen.

Leitbild
Entwurf

Auftrag
In den Lautenbacher Gemeinschaften leben, lernen und arbeiten sogenannte behinderte wie nicht behinderte Menschen an verschiedenen Orten in Baden Württemberg zusammen. Wir bilden Gemeinschaften, deren Grundlage und Kraftquelle eine christliche Lebenshaltung und die Anthroposophie sind. Wir greifen aktuelle soziale Fragen auf.

Behinderung
Behinderung ist für uns nicht in erster Linie ein Defekt. Sie stellt den Einzelnen auf besondere und persönliche Weise ins Leben. Viele Erscheinungsformen des Menschen und seine Äußerungen können fremd erscheinen, unverständlich sein und Fragen aufwerfen: Das Ich, der geistige Wesenskern ist davon unberührt. Diesen wollen wir in unserem täglichen Tun erreichen.

Vom einzelnen Menschen, der Individualität und vom Sich Hinwenden zum anderen

Vor diesem Hintergrund ist es unser Anliegen, den anderen Menschen zu würdigen und zu achten wie uns selbst und seine Selbständigkeit und Verantwortung zu fördern. Dies geschieht auf der Basis partnerschaftlicher Wertschätzung. Diese Haltung ruht in der Verantwortung, die der Einzelne im Rahmen seines individuellen Gestaltungsraumes für sich selbst und seine Lebensführung übernimmt. Seine Freiheit endet dort, wo der Gestaltungsraum des anderen Menschen berührt und das Wohlergehen der Gemeinschaft beeinträchtigt wird.

Er hat tiefes Interesse für den anderen Menschen und stellt sich brüderlich neben ihn.

Er ist bereit ihn auch in bezug auf den Schicksalszusammenhang, das Karma aus dem er stammt, in dem er heute steht und in dem er morgen leben wird wahrzunehmen, und sich selbst hineinverwoben in dieses Schicksal zu erleben.

Er handelt aus sozialtherapeutischer Fachlichkeit und sozialer Kompetenz.

Vom Umgang mit Krisen
Schwierige Situationen, Krisen, Konflikte und andere Störungen werden als Motive des Leides und damit des menschlichen Lebens wahr- und ernst genommen. So können sie im günstigen Fall zu Keimen positiver Entwicklungen werden.

Die Krise als Chance.

Von der Team- und Gemeinschaftsbildung
Was der Einzelne nicht vermag leistet er in der Zusammenarbeit mit Anderen, im Dialog sowohl der Menschen, als auch der verschiedenen Bereiche der Gemeinschaften.

Er ist immer bemüht, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen - auch die Menschen mit Behinderungen, d.h. diese in die Prozesse einzubeziehen. Durch die Zusammenarbeit Einzelner können sich ganz neue Qualitäten zeigen. Das Wohlergehen der Gemeinschaft wächst mit ihrer Individualitätsfähigkeit und mit der Gemeinschaftsfähigkeit Ihrer Mitglieder. Diese Qualitäten gilt es zu entdecken, zu entwickeln und zu fördern.

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